In Zeiten von immer zahlreicher werdenden Anwendungsmöglichkeiten gefährlicher Stoffe in der Industrie und leider auch der zunehmenden Gefahr von Terroranschlägen ist ein fachlich gut ausgebildeter Gefahrstoffzug bei der Feuerwehr unerlässlich. Seine Aufgaben liegen in der Abwehr und Eindämmung von Gefahren im CBRN-Bereich (chemische, biologische, radiologische und nukleare Gefahren). Während die erstausrückenden Einsatzkräfte beim CBRN-Einsatz die unaufschiebbaren Erstmaßnahmen, wie Menschenrettung, Absperren/Absichern der Unfallstelle, etc. durchführen, fallen dem Gefahrstoffzug die fachspezifischen Ergänzungsmaßnahmen, wie die Gefahrenabwehr, Sicherungsmaßnahmen und Dekontamination von Personen und Material zu. Eine umfassende Ausbildung an entsprechender Sonderschutzausrüstung, Spezialgeräten und Fahrzeugen ist hierfür erforderlich.

Der durch Ansiedlung größerer Chemiebetriebe notwendig gewordene Gefahrstoffzug (GSZ) der Feuerwehr Pirmasens wurde 1986 gegründet und umfasste damals ca. 25 - 30 Einsatzkräfte. Heute ist der GSZ, der 2005 nach Vorgaben des „Gefahrstoffkonzept RLP“ umstrukturiert wurde, eine leistungsstarke Facheinheit, die über gutausgebildetes Personal und eine Vielzahl an speziellen Fahrzeugen, wie dem ELW 1 (Einsatzleitwagen), dem MeF-G (Messfahrzeug Gefahrgut), dem GW-AS (Gerätewagen Atem- und Strahlenschutz), dem MZF-Dekon (Mehrzweckfahrzeug Dekontamination), dem GW-G 1 und dem GW-G 2 (Gerätewagen Gefahrgut 1 und 2) verfügt.
Am ersten und dritten Mittwoch jeden Monats organisiert Gefahrstoffzugführer Thorsten Kuntz mit Unterstützung mehrerer Ausbilder eine fachbezogene Übung, in welcher ein solides Grundwissen vermittelt wird. Vertieft wird dieses Wissen durch Lehrgänge im Bereich Gefahrstoffe an der LFKS (Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule) in Koblenz.

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